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Archäologische Stätte

06 - Station: Grabhügel der Bronzezeit

93343 Essing

Der in Altessing nahe der Schule und dem Kinderspielplatz nachgebaute Grabhügel orientiert sich an einem Grabbefund der Ausgrabungen des Jahres 1974. So ähnlich dürften bronzezeitliche Grabhügel ausgesehen haben. Mehrere nebeneinander stellten ein beeindruckendes Denkmal bronzezeitlichen Totenrituals dar.

Noch bevor die langjährigen Ausgrabungen beim Bau des Main-Donau-Kanals begannen, wurden in Altessing bereits 1974 archäologische Untersuchungen durchgeführt. Bei Straßenbauarbeiten traten dort zahlreiche Steine zutage, die sich als Überreste von 20 Gräbern aus der Hügelgräberbronzezeit heraus stellten. Die Gräber bestanden aus Steinpflasterungen, auf denen man im zweiten. Jahrtausend vor Christus die Toten bettete. Die rundlichen Podien hatten einen Durchmesser von bis zu sieben Metern. Eingefasst waren sie durch annähernd kreisrund aufgebaute Kränze aus großen Kalksteinen. Darüber schütteten die Hinterbliebenen in vorgeschichtlicher Zeit Erdhügel auf, die aber bei Grabungsbeginn nach 3.500 Jahren nicht mehr zu sehen waren.

In einigen Gräbern fanden die Archäologen zwei Steinpodien nebeneinander. An drei Hügeln baute man nachträglich sogar einen Nebenhügel an. Die Mitglieder eines Familienverbandes könnten in solchen Grabstätten gemeinsam bestattet worden sein. Die Verstorbenen wurden in ihrer Tracht, die Frauen mit Schmuck, die Männer mit ihren Waffen beigesetzt. Doch auch Keramikgefäße, Tassen, Schalen und Schälchen mit typischer mittelbronzezeitlicher Verzierung aus der Zeit um 1.500 vor Christus fanden die Archäologen in den Gräbern. Den Toten wurden einst auch Speisen und Getränke ins Jenseits mitgegeben. Keramikfragmente aus den Gräbern zeugen von diesem Brauch.

Hügelgräberbronzezeit
Der Begriff der Hügelgräberbronzezeit leitet sich von der charakteristischen Bestattungsform während der Mittleren Bronzezeit, der Zeitspanne von 1.600 bis 1.300 vor Christus, ab.

Freier Eintritt.